Orthokin-Therapie

Die Orthokin®-Therapie gegen Arthrose

Bei der Orthokin®-Therapie gegen Arthrose werden individuell körpereigene Hemmstoffe und Wachstumsfaktoren aus dem Blut des Patienten gewonnen und als körpereigenes "Medikament" in das Gelenk oder an die Wirbelsäule injiziert.

Dazu nimmt der Arzt dem Patienten mit einer speziellen Spritze Blut aus der Armvene ab. In dieser Spezialspritze werden die Blutzellen in einem komplizierten Mechanismus zur Produktion der „guten" Proteine angeregt. Während die Spritze mit dem Patientenblut für einige Stunden in einem Wärmebehälter bei Körpertemperatur aufbewahrt wird (Inkubation), produzieren die Immunzellen des Patienten immer mehr „gute Proteine".

Anschliessend trennt eine Zentrifuge die festen Blutbestandteile von den flüssigen Anteilen, dem Blutserum. In diesem Serum befinden sich die wertvollen Proteine (Interleukine) für die Arthrosetherapie. Das Serum wird entnommen, in Spritzen abgefüllt und steht anschliessend als körpereigenes Medikament zur Verfügung. Das Serum enthält eine verstärkte Mannschaft an patienteneigenen „guten Proteinen", die per Spritze direkt in das erkrankte Gelenk gelangen. Auf diese Weise wird das Defizit an guten Proteinen vor Ort beseitigt und die zerstörerischen Angreifer werden gezielt abgewehrt.

Die „Arthrose hemmenden Proteine" besetzen ganz bestimmte Angriffsstellen (Rezeptoren) an den Knorpel- und Gelenkinnenhautzellen, so dass den schädigenden Entzündungsstoffen der Zugriff auf diese Zellbereiche verwehrt wird. Die schützenden Proteine selbst entfalten ihre Wirkung direkt im erkrankten Gelenk, um weitere Knorpelschäden, Entzündungen und Schmerzen aufzuhalten. Es handelt sich um eine natürliche Medizin des eigenen Körpers gegen Arthrose.

 

Wann hilft die Orthokin®-Therapie?

Die Orthokin-Therapie ist außergewöhnlich nebenwirkungsarm und kann angewandt werden bei Arthrosen folgender Gelenke:

  • Kniegelenke 
  • Hüftgelenke 
  • Sprunggelenke 
  • Schultergelenke 
  • Hand- und Fingergrundgelenke 
  • Zehengrundgelenke 
  • Gelenke der Wirbelsäule

Außerdem kann die Orthokin-Therapie zur Behandlung von Bandscheibenvorfällen und Ischiasbeschwerden erfolgreich eingesetzt werden.

Mit dieser biologischen Therapie stehen körpereigene Proteine zur effektiven Behandlung leichter bis mittelschwerer Arthrosen zur Verfügung, die chronisch fortschreitende Knorpelschäden direkt im Gelenk hemmen können. Die natürlichen Mechanismen des menschlichen Körpers werden genutzt, um in das Krankheitsgeschehen eingreifen zu können, mit dem Ziel, noch vorhandene Knorpelzellen vor weiteren Schäden zu schützen.

Selbst ein zeitlich befristeter Therapieerfolg trägt entscheidend dazu bei, einen Gelenkersatz erheblich hinauszögern oder sogar vermeiden zu können. Die körpereigenen Proteine sind starke Partner im Kampf gegen die Arthrose, denn sie leisten einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität.

Was erwartet den Patienten?

Die Arthrosetherapie mit körpereigenen Proteinen unterstützt die natürlichen Körpermechanismen durch ein verstärktes Aufgebot an Proteinen. Der Patient erhält vier bis acht Injektionen in das an Arthrose erkrankte Gelenk.

Die Wirksamkeit zeigt sich in der Regel bereits nach sechs Wochen. Die Schmerzen lassen spürbar nach, Entzündungsprozesse werden gehemmt und die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke verbessert sich. Manche Patienten verspüren schon nach den ersten Injektionen eine Linderung.

Die Dauer des Behandlungserfolges hängt vom Schweregrad der Erkrankung und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab.  Normalerweise kann die Besserung der Arthrosebeschwerden über einen Zeitraum von sechs Monaten bis zu zwei Jahren oder auch länger anhalten. Warum der Therapieerfolg nicht bei allen Patienten gleich lang anhält, ist nicht nur von dem jeweiligen Krankheitsbild abhängig, sondern kann auch andere individuell unterschiedliche Ursachen haben. Man könnte sich aber vorstellen, dass die rettende Verteidigungsarmee an „guten Proteinen" nicht bei jedem Patienten in gleich gutem Zustand ist und die Kräfte im Kampf gegen die Zerstörer auf die Dauer einfach ermüden. Wenn die Wirkung der zugeführten Proteine nachlässt, können die bekannten Beschwerden erneut auftreten. In diesem Fall sind – nach Beurteilung des Arztes – weitere Injektionen mit dem körpereigenen Serum möglich. Die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Orthokin®Therapie ist sehr hoch, da es sich um eine so genannte autologe Therapie handelt und keinerlei Fremdstoffe zugeführt werden. Der Körper reagiert auf die eigenen Proteine ganz natürlich, denn sie sind ihm vertraut. Er erkennt sie und akzeptiert sie. Schwerwiegende Nebenwirkungen der Orthokin®-Therapie sind deshalb bisher noch nicht beobachtet worden.

Eine Behandlung mit dem Orthokin®-Verfahren wird für Arthrose im frühen und mittleren Stadium empfohlen, wenn noch Knorpelsubstanz vorhanden ist. Ist der Knorpelverlust hingegen schon weit fortgeschritten, wird die Orthokin®Therapie nicht empfohlen. Wenn im Endstadium der Arthrose Knochen auf Knochen reibt, ist ein Gelenkersatz die Behandlung der Wahl. Deshalb ist es wichtig, die ersten Warnsignale der Arthrose ernst zu nehmen und einen Arzt des Vertrauens aufzusuchen. Denn je früher der fortschreitende Zerstörungsprozess im Gelenk aufgehalten werden kann, umso besser ist die Prognose. Solange noch gesunde Knorpelzellen vorhanden sind, können die körpereigenen Hemmstoffproteine ihre natürliche Aufgabe erfüllen und Knorpelschäden, Entzündung und Schmerz aufhalten.

Kontakt

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